Mexikanische Rotknie-Voggelspinne

Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Unterfamilie: Theraphosinae
Gattung: Brachypelma
Art: Mexikanische Rotknie-Vogelspinne

 

                                                      Wespenspinne

 


 

Argiope bruennichi

Die Wespenspinne hat ihren Namen von dem gelb-schwarzen Streifenmuster auf ihrem Körper, das dem einer Wespe ähnelt. Manchmal wird sie auch Zebraspinne genannt.
Aussehen
Wespenspinne im Netz (Bild: SWR)
Mit ihrem leuchtend gelb-schwarz gestreiften Hinterleib und den braun-schwarz geringelten Beinen sind die Wespenspinnen nicht zu übersehen.

Der Körper der Weibchen wird bis zu 2 cm groß, die Männchen bleiben dagegen viel kleiner und werden nur vier bis sechs Millimeter lang.
Wespenspinne beim Häuten (Bild: SWR)
Wespenspinnen gehören zur Unterfamilie der Zebraspinnen. Die Zebraspinnen gehören wiederum zur Familie der Radnetz-Spinnen und sind nah mit den Kreuzspinnen verwandt. Wespenspinnen haben - wie alle Spinnen - acht Beine, einen Kopf und einen oval-kugeligen Körper.

Wenn junge Wespenspinnen größer werden, müssen sie sich häuten, da ihr fester Hautpanzer nicht mitwachsen kann.
Heimat
Die Wespenspinne hat sich in den letzten Jahren vom Mittelmeer bis nach Norddeutschland ausgebreitet.

Lebensraum
Wespenspinnen leben sowohl in trockenen, als auch in feuchten Lebensräumen - Hauptsache, der Platz ist sonnig. Sie mögen Weg- und Waldränder und auch Gärten mit Büschen, die 30, höchstens aber 70 Zentimeter hoch sind.
Rassen und Arten
Zur Unterfamilie der Zebraspinnen gehören etwa 150 verschiedene Arten - bei uns gibt es aber nur die Wespenspinne. Durch ihr auffälliges Muster kann sie mit keiner anderen Spinne verwechselt werden.
Lebenserwartung
Wespenspinnen werden etwa ein Jahr alt.
 
              
               Weberknecht
 
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Weberknechte

 

                         Dornfingerspinne

Die DORNFINGERSPINNE ist die einzige Spinne in Deutschland die zu den Giftspinnen zählt.

Ein Sicheres Merkmal zur Identifizierung der DORNFINGERSPINNE sind die schwarzen Enden der Beine.

Aussehen:
Der Rumpf des Männchens wird ca. 11mm lang und der des Weibchens ca. 14mm.
Die Hauptfrabe der Spinne ist grünlich.
Auf dem olivgrünen Hinterleib trägt die DORNFINGERSPINNE zwei helle (rot-bräunliche bis gelb-schwarze Musterung) Längsstreifen. Ihre Kieferklauen sind markant. Sie sind gelbrot gefärbt und die Ende sind schwarz.


Die Bisswunden:

Ihr Biss ist Gefährlich und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Insbesondere bei Erwachsenen, die empfindlich sind und auch wenn Kinder gebissen werden, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die DORNFINGERSPINNE kommt bei unseren Östlichen Nachbarn wie z.B. in Slowenien und Kroatien vor. Aber auch in Italien (Vorsicht bei Urlaubsreisen und beim Camping) und in der Schweiz, sowie in Frankreich.

Bisse:
Weltweit gibt es 400 verschiedene Arten von DORNFINGERSPINNEN.
Wer von einer DORNFINGERSPINNE gebissen wird, der merkt dies unmittelbar. Er verspürt ein stechen vom Biss und daran anschließend ein oft sehr starken brennenden Schmerz. Die Bissstelle verfärbt sich rot und schwillt an. Die Anschwellung ist auch noch einige Tage nach dem Biss zu sehen. Oft kommt es vor, dass der Schmerz sich in ein Jukreiz umwandet. Darüber hinaus fühlt sich der von einer DORNFINGERSPINNE gebissene oft ermattet. Es kann zum Schüttelforst kommen oder auch zu einem klemmen in der Burst, Übelkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Nach 2 – 4 Tagen sind die Symptome aber wieder verschwunden.

Heimische Spinnen: Vorkommen der DORNFINGERSPINNE

In Österreich wurde im Jahre 2006 die Dornfingerspinne häufiger gesichtet, so z.B. in Lobau bei Wien, oder in Mötz in Tirol. Aber auch aus verschiedenen Regionen in Süddeutschland und in den nördlichen Gebieten der Schweizerischen Alpen. Im Vorarlberg wurde die Spinne bislang noch nicht entdeckt.


Lebensweise Spinnen:

So lebt die DORNFINGERSPINNE

Die DORNFINGERSPINNE baut sich einen länglichen Kokon, den man an seiner weissen Farbe erkennen kann. Sie lieben die feuchteren Wisenteile ganz besonders. Bevorzugter Lebensraum sind Magerwiesen mit hohem Gras. Auch strauchige Strukturen werden teilweise genutzt.
Die Kokons werden ca. 5 – 15 cm lang. In dem Kokon werden die Eier von den Weibchen bewacht. Wehe dem der sich dem Kokons nähert, er hat sofort mit einem Angriff des weibchens zu rechnen, die um jeden Preis die Eier schützt und verteidigt. Die Eier werden im August gelegt. Die Jungen kommen dann im Herbst zur Welt. Oft werden die Kokons auch an geschützten Hauswänden gelegt. Ein unerwünschter Besuch im inneren des Hauses kann die unausweichliche Folge sein.

Die Spinne ist ein nachtaktives Tier, d.h. sie geht bevorzugt nachts an den Ausbau des Netzes heran bzw. an die Jagd. Dabei schleichen sich die Spinnen an ihr Opfer von hinten heran und überwältigen es mit einem Giftbiss, der sofort betäubend wirkt.

Im Unterschied zu anderen heimischen Spinnen hat die DORNFINGERSPINNE längere Kieferklauen. Aus diesem Grund ist es ihr als einzige Spinnenart in heimischen Gefilden möglich, die menschliche Haut zu durchbeissen. An dessen Ende befindet sich ein ein- und ausklappbare Klaue, die die Giftdrüse beherbergt.


Biss bei Tieren:

Oftmals werden auch Hunde oder Katzen von einer DORNFINGERSPINNE gebissen, wenn diese an das Kokon stossen oder daran zerren. In den Fall greift das Weibchen sofort an und beisst zu, wobei es bei Hunden oder Katzen aufgrund des Fells wesentlich schwerer für die Spinne ist, hier in die Haut einzudringen.

Die Spinne lebt von dem Giftvorat. Ist dieser erschöpft, begibt sich die Spinne in Gefahr. Deswegen werden bei Wehrbissen gegen Menschen auch meist nur geringe Mengen Gift abgegeben.

Gegen Spinnen schützen: Wo begegnen wir dem DORNFINGERSPINNEN eigentlich?

Das wir so gut wie nie vorkommen. Denn die Spinnen verlassen Ihr „Haus“ nur zum Zweck der Jagd. Eine Ausnahme kann es sein, wenn die Spinnen sich z.B. unter einem Dachvorsprung des Hauses oder an einer Geschützen Wand ansiedelt. Beispielsweise wenn Efeu direkt an der Hauswand wächst und die Spinne so bei einem Ausflug über ein offenes Haus in das innere hineinritt.

Grundsätzlich sollten bei Spaziergängen in der Natur auf das durchlaufen von Wiesen ganz verzichtet werden, aus Naturschutzgründen. So läuft man auch keine Gefahr, versehentlich auf DORNFINGERSPINNEN zu treffen. Wer dennoch über einen Naturwiese läuft, sollte festes Schuhwerk und lange Hosen getragen werden. Dies ist der beste Schutz gegen Spinnen. Nach Beendigung des Spaziergangs sollte sich vergewissern, ob nicht an der Kleidung sich Spinnen versteckt halten (Hosenschlag, Falten in der Kleidung).

Wer mit ungeschützen Händen in hohes Gras greift, sollte nach Hohen Gespinne ausschau halten. Es ist halb so groß wie ein Ei und ist zwischen Blätter oder Halme gebaut. Wer sich auch an den Händen schützen will, der trägt Arbeitshandschuhe oder ist entsprechend Aufmerksam.

Wie verhält man sich nach dem Biss?

Ruhe bewahren. Schreien Sie nicht laut herum oder reden hastig. Springen Sie nicht übermäßig wild in der Gegend herum. Verhalten Sie sich überwiegend ruhig. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Die Bisswunde wenn möglich unter kaltes laufendes Wasser halten. Kühlende Umschläge sind auch möglich. Kratzen Sie nicht in der Wunde. Suchen Sie umgehend einen Artz auf. Es hat sich als hilfreich erwiesen, die Spinne, von der die Bisswunde stammt mit zum Arzt zu nehmen.